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Die Arbeitsgruppe "Untersuchungen zur Beeinflussung des Kiefergelenks bei Einsatz von intermaxillären Gummizügen und Herbst-Hybrid Apparaturen während einer kieferorthopädischer Therapie", untersucht Veränderungen der Kiefergelenkbahn durch

Die Aggressionen von Cola & co.

Zahnkiller ColaIm Großen und Ganzen stimmt es: Schlechte Ernährung ist auch ungesund für die Zähne.
So lautet ein einfacher Grundsatz: Süßes macht die Zähne sauer.
Der ideale PH-Wert im Mund liegt bei 7, sobald er sich senkt, entsteht ein saures Klima, das die Verbreitung von Bakterien fördert und den Zahnschmelz angreift.

Nach der Aufnahme von Essen geht der PH-Wert automatisch nach unten, während der Vorverdaung im Speichel werden eine ganze Reihe säureproduzierender Bakterien aktiv. Idealerweise lässt man diesem Prozess zirka eine Stunde Zeit und putzt sich dann die Zähne. So wird der Säurehaushalt wieder neutralisiert und die Remineralisierung der Zähne durch den Speichel angekurbelt.

Doch selbst, wer sich vorbildlich an das regelmäßige Zähneputzen hält, kann sich, ganz ohne zu essen, die Mundflora gründlich verderben. Indem er das falsche trinkt.

Die tragische Erkenntnis lautet: Die beliebtesten Getränke sind die schlimmsten. Denn das, was vielen am besten schmeckt, sind Kombinationen aus Zucker und Säure.

Eine Säurezufuhr aber senkt den PH-Wert im Mund automatisch, was den Zahnschmelz angreift. Durch Zuckerzufuhr werden die säurebildenden Bakterien auf den Plan gerufen. Kommt es hier zum Überschuss, entwickeln sich zahnschädliche Bakterien besonders gut und bilden Kariesherde.

Die aggressivste Verbindung von Süße und Säure geht ausgerechnet das Getränk ein, das seit hundert Jahren die Liste der weltweit populärsten Durstlöscher anführt. Cola.
Eine Schweizer Forschergruppe hat den Zuckergehalt in den derzeit beliebtesten Getränken gemessen und bestätigt: Coca Cola ist die flüssige Zuckersünde Nummer Eins.

Ein Liter des schwarzbraunen Coffeingetränks enthält umgerechnet 25 Stück Würfelzucker. Gleichzeitig sorgt die Zugabe von Phosphorsäure dafür, dass die Geschmacksnerven den hohen Zuckergehalt nicht wahrnehmen, womit auch Sättigungsgefühle gedämmt werden. Gemeinsam mit Koffein wird der "Noch-mehr-Wunsch" forciert.

Für die Zähne bedeutet Coca Cola: Die Zuckerladung ist ein Fest für Bakterien und der Säureangriff baut den Zahnschmelz ab. Karieserreger werden regelrecht angefeuert, die angegriffene Zahnsubstanz "anzuknabbern".

Am meisten warnen die Schweizer Forscher vor regelmäßigen, kleinen Schlucken, dem sogenannten "Sipping", das in den USA recht beliebt ist. Während man Stunden mit dem Glas in der Hand herum steht oder sitzt, leiden die Zähne.
Einen einzelnen Schluck Cola kann der Speichel innerhalb von zehn Minuten neutralisieren und damit den Schaden verhindern oder zumindest begrenzen. Wird der süßsaure Doppelangriff allerdings alle paar Minuten wiederholt, kracht die PH-Gleichgewichtsschaukel irgendwann zusammen. Und die kleinen Schlucke des schwarzbraunen Cola nähren die schwarzen Löcher im Zahn. Dabei ist es übrigens ziemlich egal, ob man Cola klassisch oder Cola light trinkt.

Nach der Cola haben die Forscher die Limonadenklassiker Sinalco und Fanta auf die Zahnsünder-Liste gesetzt (22 Stück Würfelzucker pro Liter), gefolgt von den zuckerhaltigen Ice-Tees.

Doch nun kommt die schlechte Nachricht für Gesundheitsbewusste:
Auch Apfel- und Orangensaft eignen sich zahnmedizinisch nicht als Durstlöscher für zwischendurch. Der natürliche Fruchtzucker wirkt zwar sättigend und lässt sich von den Körperzellen leichter in Energie umwandeln, den Zähnen allerdings ist das egal. Ob Fruchtsüße, Honig oder Raffinade-Zucker, sie reagieren immer sauer.

Deshalb raten die Schweizer Forscher dazu, Süßgetränke zu den Mahlzeiten einzunehmen, nach denen man sich idealerweise ja sowieso die Zähne putzt.strong Gerade im Hinblick auf die Ernährung bei Kindern werden die natürlichen Süßgetränke, also Säfte aller Art empfohlen. Zum einen, weil diese die wertvollen Vitamine enthalten aber auch, weil ihnen in der Regel ein Stoff fehlt, der in fast allen künstlich hergestellten Süßgetränken enthalten ist: Koffein. Das steckt nämlich auch in Ice-Tees, sowie in Sinalco und Fanta.

Als Durstlöscher für zwischendurch ist Mineralwasser die mit Abstand gesündeste Alternative. Es ist die verträglichste Art, den Wasserhaushalt des Körpers aufzufüllen und damit eine ganze Reihe köprereigener Revitalisierungsprozesse anzuregen. Unter anderem reguliert Mineralwasser auch den PH-Wert des Speichels und fördert die Remineralisierung der Zahnsubstanz.

Auch ungesüßter oder minimal gesüßter Tee eignet sich gut als zahnfreundlicher Durstlöscher für zwischendurch. Eine Braunschweiger Studie konnte nachweisen, dass Tee Fluoride und Polyphenole enthält und damit gleich mit zwei Substanzen der Verbreitung von Kariesbakterien entgegen wirkt. Die leichte Braunfärbung der Zähne, die durch regelmäßigen Tee-Konsum entstehen kann, darf deshalb nicht mit ungesundem Zahnbelag verwechselt werden, sie ist eher ein Schutz für den Zahnschmelz.

Wenn Sie es trotzdem nicht ohne Saft- oder Soft-Getränke zwischendurch aushalten, dann raten die Schweizer Forscher eher zum "Quickie". Trinken Sie zügig und gönnen Sie ihren Zähnen den Zahnpflegekaugummi danach.

http://www.ktipp.ch
http://www.teeverband.de (PDF)